Brauchen Sie eine CDP?

Von Timo von Focht - 04. November 2019 | 17 0

Passt eine CDP zu Ihren Herausforderungen? Lohnt sich die Investition – sowohl in Geld als auch in Zeit und Energie? Mit den Antworten auf die folgenden Fragen können Sie eine gezielte Entscheidung treffen.

Möchten Sie Ihre FirstParty-Daten besser nutzen?

Hierin besteht die wichtigste Mission einer CDP: Sie unterstützt Sie dabei, Kunden und Interessenten gleichermaßen auf Basis der Informationen aus Ihren eigenen Kanälen (online und offline), Datenbanken (CRM, After-Sales-Management) und Kampagnen besser kennenzulernen. Anders gesagt: Die CDP setzt ein gewisses Bekenntnis zur Nutzung der First-Party-Daten ebenso voraus wie die unternehmensweite Bereitschaft, sich damit intensiv zu beschäftigen. Auch wenn das CDP-Projekt in sich bereits strukturierend wirken kann, fordert es doch ein klares Commitment aller beteiligten Parteien auf die Auseinandersetzung mit den Daten – vom Marketing über die Abteilungsleiter bis hin zur IT.

Wünschen Sie sich eine personenzentrierte Sicht auf Ihre Daten?

Sie glauben, dass Sie derzeit zu viel im Blindflug unterwegs sind? Dass Ihr erklärtes Ziel, kundenzentriert zu arbeiten, durch zu allgemeine, ungenaue und vor allem anonyme Daten gebremst wird? Zweifellos ist jetzt der Moment gekommen, eine personenzentrierte Strategie auszurollen und Ihre Daten über mehrere Geräte und Kanäle hinweg zusammenzuführen. Im ersten Schritt sollten Sie mit Ihren eigenen Informationen arbeiten. Diese können Sie dann, wenn nötig, mit Daten aus Drittquellen anreichern, um zum Beispiel die Zuordnung von Cookies zu CRM-Profilen zu verbessern. Welche Quellen auch immer Sie hinzuziehen – die CDP gibt Ihnen das nötige Rüstzeug mit, um eine personenzentrierte Sicht auf Ihre Daten zu erhalten.

Möchten Sie Ihre Kontakte genauer segmentieren?

Obwohl Sie eine Marketing-Automation-Lösung einsetzen, stagniert Ihre E-Mail-Marketing-Performance oder Ihre Landing Pages erzielen nicht die erwartete Conversion? Zweifellos wäre es eine gute Idee, Ihre Zielgruppensegmente genauer anzuschauen und granularer zu segmentieren. Zu diesem Zweck brauchen Sie Daten, die über die eines CRM oder der Marketing-Automation-Lösung hinausgehen. Es mag paradox klingen, aber um feiner defi
nierte Segmente zu erhalten, brauchen Sie zunächst einen Gesamtüberblick, also eine 360°-Sicht der Lead- und Kundendaten. Diese Sicht wird im CDP Schritt für Schritt und nach und nach aufgebaut.

Möchten Sie für Ihre Maßnahmen einen höheren ROI erreichen?

Sie wissen, dass Ihr POE-Mix (Paid-Owned-Earned) noch lange nicht optimal ist, finden aber nicht heraus, wie Sie die verschiedenen Maßnahmen optimieren können? Investieren Sie zu viel Geld in SEA? Zu wenig in Bannerwerbung? Welche Maßnahmen sind wirklich wichtig für die Customer Journey und führen bis zur Conversion oder verbessern die Kundenbindung? Ohne den ganzheitlichen Überblick, den Ihnen die CDP liefert, ist diese Frage schwierig zu beantworten.

Möchten Sie Ihr Marketing insgesamt effizienter gestalten?

Sie merken es schon lange: Die Trennung von Kundendienst (zuständig für Neukundengewinnung und Kundenbindung) und Fachabteilungen (Mediaeinkauf, SEA, Social Media Management, Content Marketing, Leadgenerierung…) kommt einer regelrechten Störung im System gleich. Jeder analysiert die Daten mit seinen eigenen Werkzeugen, misst seine eigenen KPIs und verfolgt seine eigenen Ziele. Das führt dazu, dass Aktionen nicht sauber miteinander koordiniert werden, und – schließlich und endlich – zu einer schlechteren Performance aller Marketingmaßnahmen. Natürlich kann ein Werkzeug wie die CDP nicht ganz alleine die Silobildung im Unternehmen verhindern. Es hilft allerdings jedem Einzelnen enorm dabei, seinen Beitrag zum großen Ganzen besser einzuschätzen … und die verschiedenen Sichtweisen einander näherzubringen.

 


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